... Das Hexentum ...
Von den Ursprüngen und der Spiritualität des alten Pfades

Das Hexentum ist eine der ältesten Religionen dieser Welt. Seine Ursprünge reichen vermutlich weiter zurück, als jene des Christentums, des Judentums, des Islams, des Buddhismus und des Hinduismus. Der Glaube der Hexen gründet weder auf Glaubensdogmen und Regeln, noch auf weise Offenbarungen oder heilige Schriften, welche der Bibel oder dem Koran gleichzusetzen wären.
Diese Naturreligion entwickelte sich in seinen ersten Formen vor mehr als fünfunddreißigtausend Jahren. Die Menschen lebten im Einklang mit der Natur, von deren Wohlwollen sie abhängig waren. Die Schamanen der Stämme tanzten den Tanz der wirbelnden doppelten Spirale und wurden eins mit den Kräften des Lebens. Sie erkannten die Zusammenhänge zwischen dem Lauf der Gestirne, von Mond und Sonne, dem Wandel des Jahresrades, dem Flug der Vögel und der Wanderschaft der Herden. Um das Überleben des Clans zu sichern war es nötig mit dem Geist des Lebens verbunden zu sein und den Rhythmus des Seins zu ergründen. Ihre Erkenntnisse drücken die Weisen in analogen Bildern aus, welche ihnen den Zugang zu diesen Mächten erleichterten. Das Bild der Leben spendenden Muttergöttin, welche der Ursprung allen Seins und das Ziel einer jeden Wanderschaft ist, und jenes des gehörnten Gottes, welcher als Jäger und zugleich Gejagter durch den Tod das Tor des Lebens öffnete, entstanden. Noch heute zeugen Funde, wie die Venus von Willendorf, die Mammutgöttin von Desna und unzählige Höhlenzeichnungen von diesem Glauben.
Unsere Ahnen identifizierten sich mit diesen Wesen ihrer Welt und wurden eins mit ihnen, um Kontakt zu den Urkräften aufnehmen zu können. Hierdurch wollten sie den Fortbestand ihrer Linie sichern.
Das Rad des Lebens wandelte sich. Einige Stämme zogen durch die Welt und folgten den Herden, welche sie in neue Kontinente führten und einige blieben, um sich dem Fischfang und Ackerbau zu widmen. Die Menschen wurden sesshaft und ihre Lebensart wandelte sich im Strom des Wandelns. Die Bedingungen ihres Seins änderten sich und neue Aspekte traten in den Vordergrund ihrer Existenz. Im Laufe der Zeit passte sich der Glaube der Menschen an die neuen Bedingungen an, um so ihr Sein sichern zu können. Neben den beiden Urgötter traten weitere Gottheiten, welche explizit auf die neunen Eigenschaften und Aspekte des Lebens unserer Ahnen eingingen. Der Götterhimmel der Kelten, Germanen, Maya, Ägypter, Griechen usw. entstand und mit ihm neue Traditionen.

Der Glaube der Hexen gründet auf den Erkenntnissen und dem Wissen unserer Ahnen, ohne jedoch unsere modernen Bedürfnisse außer Acht zu lassen. Der alte Pfad ist ein Weg zurück zu unseren Wurzeln. Ihn zu beschreiten lehrt uns im Einklang mit uns und der Natur zu leben. Er hält uns einen Spiegel vor, in welchem wir unser ganzheitliches Selbst wahrnehmen können, um so zu lernen jedes unserer Gesichter zu lieben. Denn alles ist eins im wirbelnden Strudel des Seins.

Quellen

 

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