... Der „Götterhimmel“ ...
Von den Urenergien bis zu den Göttern unserer Ahnen

Der Glaube der Hexen ist sehr komplex und jede/r Zaunreiter/in definiert ihn auf ihre persönliche sowie individuell abgestimmte Art und Weise. Wir glauben an die dreifaltige Göttin und ihren Gefährten den gehörnten Gott. Gerade am Anfang des alten Weges scheint es verwirrend, warum wir, obwohl wir doch an diese beiden Wesenheiten glauben, auch zu anderen Göttern, wie z.B. Hekate, Rhiannon, Brigid, Cerridwen, Frigg, Odin und Diana, beten. Daher möchte ich versuchen dir die Ansichten der Hexen in Bezug auf ihre Götter ein wenig näher zu bringen. Ich möchte zu dem betonen, dass die folgenden Zeilen auf meinen eigenen Erfahrungen beruhen, die jedoch von jenen anderer Zaunreiter/innen abweichen können.

Zum leichteren Verständnis werde ich zunächst unseren „Götterhimmel“ in drei Ebenen unterteilen:

1. Urkraft
2. dreifaltige Göttin und gehörnter Gott
3. Gottheiten unserer Ahnen

Wir Hexen gehen davon aus, dass alles Leben aus einer Urkraft entstand und noch heute entsteht. Diese Urkraft nennen einige von uns die „wirbelnden doppelte Spirale“, andere ziehen den Begriff Chaos oder Urenergie vor, wobei jedoch mit jeder Bezeichnung die gleiche Kraft gemeint ist. Für uns Menschen ist diese Energie jedoch sehr schwer fassbar und nur die wenigsten erlangen bewussten Zugang zu ihr, auch wenn sie alles ist.
Die uns umgebende Welt ist durch zwei Polaritäten gekennzeichnet, die sich gegenseitig ergänzen. Die Rede ist vom weiblichen und vom männlichen Prinzip, von Ying und Yang. Das Zusammenwirken und die Vereinigung dieser Kräfte ermöglicht es uns auf die Urenergien zurückzugreifen und neues Leben zu schaffen. Die Göttin und der gehörnte Gott versinnbildlichen dieses Prinzip. Sie entstammten aus der Urenergie, teilten sich in die beiden Polaritäten auf und sind gemeinsam doch wieder die eine Urkraft. Unser ganzes menschliches Leben ist auf diese beiden Energien ausgerichtet und wird von ihnen geprägt. Aus diesem Grunde ist es für uns wesentlich einfacher mit diesen Kräften in Kontakt zu treten und eins mit ihnen zu werden, als mit der wirbelnden doppelten Spirale. Durch die Vereinigung mit dem Gott und der Göttin erlangen wir also Zugriff zu den Urenergien und nehmen sie daher als unsere „Hauptgottheiten“ wahr.
Die Gottheiten unserer Ahnen verstehen wir Zaunreiterinnen als Personifizierung bestimmter Aspekte der Göttin oder des Gottes. Diese Gottheiten stehen zu meist für eine wesentliche Eigenschaft der großen Mutter oder des Jägers. Die Analogie dieser Gottheit erleichtert es uns beim magischen Wirken direkten Zugang zu den Energien des gewünschten Aspektes zu erlangen. Aus diesem Grunde ziehen es einige Hexen vor, sich beim zelebrieren eines Rituals an eine Gottheit unserer Ahnen zu wenden, welche für die erforderlichen Kräfte steht und diese verkörpert. Diese Gottheiten können aus den unterschiedlichsten Kulturen, wie z.B. jene der Kelten, Ägypter, Griechen, Maya u.s.w., stammen. Möchte man also in einem Ritual heilende Energien anrufen, so wendet man sich direkt an z.B. Brigid, um diese um ihren Beistand zu bitten. Natürlich ist dies nicht erforderlich, jedoch durchaus sehr hilfreich. Letztendlich bleibt es jedem Menschen selbst überlassen, welchen Pfad er wählen und beschreiten möchte.

Quellen

 

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