... Die Mutter ...
Der schöpferische Aspekt der großen Göttin

MutterLächelnd streift sie durch den sommerlichen Wald und lässt sich vom Licht der mittäglichen Sonne wärmen. Ihre Hand gleitet zärtlich durch das reifende Korn während ihr Blick wissend über das Land schweift. Das Leben reift in ihrem runden Bauch heran, den sie liebevoll streichelt. Schützend breitet sie ihren Mantel in vollkommener Liebe über alles Leben aus. Die Muttergöttin ist gekommen, sie, die Alles ist.

Die Mutter ist einer der drei Aspekte der großen Mondin. Ihre Jahreszeit ist der gebärende Sommer, die Wärme der Mittagssonne ist ihre Tageszeit und das Leben verkörpernde Rot ist ihre Farbe. Das Symbol der mütterlichen Göttin ist der reife Vollmond.

Die rote Göttin ist der Inbegriff von Leben und die Personifikation des Landes. Sie ist gleichberechtigte Gefährtin, Geliebte, Beschützerin und Mutter in einer Person. Alles Sein ist aus ihr hervorgekommen und kehrt zur rechten Zeit zu ihr zurück. Sie ist alles, ist jeder Baum und jedes Kraut, ist jede Quelle und jedes Meer, ist jeder Hügel und jeder Berg, ist jeder Tier und jeder Mensch. Sie ist das Leben selbst, in allen Formen und allen Farben. Sie ist die Urkraft der Natur. Wir alle sind ihre Kinder und so ist sie bereit alles mit uns zu teilen. Sie hört nie auf uns zu nähren oder zu wärmen. Ihre Arme sind immer offen, um uns mit ihrer mütterlichen Lieben zu begrüßen. Sie verlässt uns nie, und so haben wir in ihr immer eine Mutter, auch, wenn unsere Weltliche gegangen ist. Sie ist um uns, in jeder Stunde, jeder Minute und jeder Sekunde unseres Seins. Sie wärmt uns mit jedem Sonnenstrahl, liebkost uns sanft mit einem Windhauch, erteilt uns im Raunen der Blätter weise Ratschläge, reinigt uns im Sommerregen von unseren Ängsten sowie unserer Trauer und weist uns Donnernd auf unsere Fehler sowie Grenzen hin. Sie begleitet uns geduldig durch Freud sowie Leid und hält immer ein Auge auf uns. Die Muttergöttin lehrt uns im Einklang mit der Natur zu leben und bestraft jene, die ihre Gesetzte missachten. Sie ist bereit das Leben auf jede erdenkliche Art sowie Weise zu beschützen und zögert nicht ihr Schwert in Blut zu baden, um jene auszulöschen, die das Gleichgewicht des Seins zerstören wollen. Dies weist auf dem kriegerischen Aspekt hin, welcher ihr innewohnt. Die Vollmondin weist uns auf unsere Fehler hin und setzt uns Ziele, an denen wir wachsen können.
Die rote Göttin offenbart uns die Kunst des bedingungslosen Liebens, aber auch, dass Aufopferung ein falscher Weg ist. Ausschließlich für andere Menschen zu leben und sich selbst dabei außer Acht zu lassen führt uns nicht zum Licht, sondern in die Dunkelheit. Denn nur ein Wesen, welches alles besitzt was es braucht um zu sein, ist in der Lage aus vollem Herzen zu geben. Die Muttergöttin lehrt uns daher die Harmonie des Nehmens und Gebens zu erkennen und im Gleichgewicht der Kräfte zu leben.
Die Mutter ist die Göttin des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Mutterschaft, der Heimat, der Heilung, der mütterlichen Liebe, des Wachsens, des Reifens und des Nährens. Sie ist zugleich auch die kriegerische Beschützerin des Lebens, welche dieses unter allen Umständen zu verteidigen weiß und stets Hilfesuchenden Schutz bietet. Sie lehrt uns Geduld und Ruhe im Umgang mit unseren Kindern zu bewahren. Sie ist das Ziel einer jeden Reise und so kehren wir am Ende unseres Lebens in ihren Schoß zurück, aus welchem wir einst kamen.

Die Muttergöttin ist alles und wir sind ein Teil von ihr. Lächelnd gebar sie uns und lässt uns unsere Wege freien Geistes, mit der Gewissheit, dass wir ewig ein wärmendes Heim besitzen werden, in welches wir zurückkehren können, beschreiten. Unsere Mutter lädt uns eine das Wunder des Lebens zu ergründen und bewusst ein Teil des Ganzen zu sein, um die Göttin in uns zu wecken.

Quellen

 

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