... Die große Göttin ...
Der Tanz der dreifaltigen Einen

Der göttliche Funke tanzt in jedem Menschen… Im Hexentum glauben wir nicht nur an die Göttin, wir wissen, dass sie existiert. Sie ist da. Sie ist in jedem von uns, in allem Leben, denn sie ist das Leben. Sie ist der Leib, und der Leib ist heilig. Sie ist der vollendete Kreis von (Wieder-) Geburt, Leben und Tod, von Erde, Luft, Feuer, Wasser und absolutes Sein, die wirbelnde doppelte Spirale. Sie ist die Verkörperung der weiblichen Polarität, welche sich stolz erhobenen Hauptes ihres Wissens bewusst ist. Die Göttin ist um uns, in jeder Stunde, jeder Minute und jeder Sekunde unseres Seins. Sie wärmt uns mit jedem Sonnenstrahl, liebkost uns sanft mit einem Windhauch, erteilt uns im Raunen der Blätter weise Ratschläge reinigt uns im Sommerregen von unseren Ängsten sowie unserer Trauer, hört sich geduldig unsere Sorgen an und ist immer da, wenn wir ihre Nähe am nötigsten brauchen. Sie ist die Herrin über das unsichtbare Reich der Empfindungen, über Erkenntnis, Intuition, Emotion und Verstand. Letztendliche ist es jedoch unmöglich das unsagbare in Worte zu fassen und nichts kommt ihr gleich. Wer von ihr liebkost wurde weiß, wovon ich spreche und erst wenn auch du von ihrer Liebe durchdrungen bist, wirst du wissen, was sie ist. Denn sie IST.
Wir Zaunreiter verbinden uns mit ihr, durch den Lauf der Gezeiten, dem Wandel des Jahresrades, dem Mond, dem Meer, der Erde, den Bäumen, den Tieren, durch unsere Mitmenschen und vor allen Dingen durch uns selbst. Da ihr göttlicher Funke in jedem von uns verweilt, ist auch jedes Wesen in der Lage direkten Kontakt zu ihr aufzubauen. Vermittler, wie z.B. ein Pastor, sind nicht von Nöten um sich mit ihr zu Verbinden. Jedes Lebewesen ist vor ihr gleich…
Die Göttin ist die Regenbogenbrücke der Hexen, über welche wir die dunkelsten Abgründe unseres Seins überwinden, den Panzer der gesellschaftlichen Dogmen abstreifen und unsere Flügel, welche wir in körperlicher sowie geistiger Freiheit ausbreiten können, um den Aufbruch in die neuen alten Welten zu wagen. Sie ist unsere Barke, welche uns sicher über das Meer der Selbsterkenntnis zu neuen Ufern geleitet, um uns dort mit unseren verlorenen Erinnerungen und Gaben zu vereinigen.
Die Arme der Göttin sind immer weit geöffnet, bereit, uns mit uneingeschränkter Liebe zu empfangen. Und ihre Liebe ist bedingungslos. Sie fordert kein Opfer, legt uns keine Fesseln an, lässt uns so sein, wie wir wirklich im wahrsten Kern unseres Selbst schon immer waren. Sie liebt uns mit all unseren Fehlern und Makeln, welche in ihren Augen jedoch nicht existieren.
Die Göttin verkörpert, wie Anfangs schon beschrieben, den vollendeten Kreis von (Wieder-) Geburt, Leben und Tod. Sie steht in einer sehr engen Beziehung zum Mond, welcher ihr Symbol ist. Die Mondin offenbart sich uns in drei Hauptaspekten, welche die drei Analogien des Lebenskreises und des Wandels des Mondes darstellen. So steht der zunehmende Mond für die Jungfrau, die Geburt, der Vollmond für die Mutter, das Leben und die Greisin für den abnehmenden Mond, den Tod. Dies bezeichnen wir Hexen als die Dreifaltigkeit der großen Göttin. Die dreifaltige Göttin ist somit eine Triadengottheit.

Lese hierzu weiterführend die Texte über die Jungfrau, die Mutter und die Greisin.

Quellen

 

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