... Die Natur ...
Wenn Menschen die Krone der Schöpfung tragen

Sanft weht der Wind durch die Krone einer uralten Eiche, die sich hocherhobenen Hauptes gen Himmel reckt und deren Äste eine Heimstätte für unzählige, fröhlich singende Vögel bietet. Im kühlen Schattenspiel der Weisen sucht ein Reh mit ihrem Kitz, welches genüsslich an einigen Kräutern knabbert, Schutz vor der Mittagshitze. In der Nähe der Beiden plätschert verspielt ein kleiner Bach, aus welchem ein an dessen Ufer stehender Dachs seinen Durst mit dem erfrischenden Nass stillt. Der Frieden und die Harmonie des Bildes betten diesen Ort in eine wärmende Aura. Nichts vermag die Ruhe dieser Welt stören.

... Ein Jahr später...

Niedergestreckt liegt sie dort, die alte Weise, Äxte aus Stahl waren ihr Schicksal. Neben ihr das unbekannte Grab des Kitzes, jener Ort, an dem es vor Hunger verendete, nachdem seine Mutter den Kugeln aus den brennenden Feuerstöcken der Teufel zum Opfer fiel. Der Dachs kam schon lange nicht mehr zum kleinen Bächlein, was mit ihm geschah, dass weiß niemand zu berichten. Vielleicht hat es etwas mit jenem Tage zu tun, als eine unbekannte Flüssigkeit, Öl genannt, das Wasser des Baches in allen Regenbogenfarben strahlen ließ und er so zum Massengrab von hunderten Fischen wurde. Und auch das einst so fröhliche Singen der Vögel verstummte, als der Rauch der lodernden Schornsteine den Himmel verdunkeln ließ.

Da war sie also, die Krone der Schöpfung. Da war er also, der Mensch.

...~*~...

Die Natur unserer Erde ist mit ihrem überwältigenden Artenreichtum der größte und für unser Dasein essentiellste Schatz, der uns vermacht wurde. Sie ist durchflutet von der Lebensenergie der großen Mutter. Jeder Stein, jeder Baum, jede Blume, jedes Tier ist von ihrem Geiste beseelt und somit dem Menschen gleichwertig. Durch unsere Arroganz zerstören wir unseren eigenen Lebensraum, betrachten uns als etwas besseres, als die Krone der Schöpfung, obwohl wir dies nicht sind. Wir Menschen glauben, dass wir unseren Weg ohne Rücksicht auf etwaige Verluste beschreiten können und nehmen die Zerstörung unersetzlicher Lebensräume sowie die Ausrottung unzähliger Tier- und Pflanzenarten dafür in kauf.

So geht es jedoch nicht weiter! Die Konsequenzen unseres unüberlegten und unverantwortlichen Handelns sind schon heute auf der ganzen Welt zu sehen und zu spüren. Wenn wir nicht anfangen unsere Augen und unseren Geist zu öffnen wird es zu spät sein und wir werden uns selbst ermordet haben!

Quellen

 

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