... Die Evokation ...
Externe Beschwörung von Energien und Wesenheiten

Was ist eine Evokation?

Bei der Evokation handelt es sich um die magische Technik des „herausrufens“. Unter „herausrufen“ wird in diesem Kontext das Rufen bzw. Beschwören einer (sinniger Weise zuvor definierten) Energie außerhalb einer Person oder eines Kreises verstanden. Bei dieser Kraft kann es sich z.B. um Elementarwesen, Wesenheiten aus der Anderswelt oder dem Feenreich, Geister Verstorbener, Dämonen oder Götter handeln.
Eine Evokation kann vollzogen werden, um bestimmte Energien zu verstärken und diese mit der Unterstützung der beschworenen Wesenheit zu vergrößern. Zudem können solche Kräfte angerufen werden, um mit ihrer Hilfe mit anderen Welten zu kommunizieren, um Führung zu bitten, Dienste in Anspruch zu nehmen oder benötigte Informationen zu erhalten.


Durchführung einer Evokation

Bei der Evokation wird meistens eine zuvor entwickelte oder auf Überlieferungen basierte Anrufung zelebriert, welche sich an die zu beschwörende Energie richtet und diese zum Erscheinen bewegen soll.

Beim Sprechen der Anrufung kann zur Unterstützung das Symbol oder Siegel der Wesenheit sowie ein beschwörendes Pentagramm in der Luft gezogen, in die Erde gezeichnet oder auf Papier gemalt werden. Personen, die häufig Evokationen zelebrieren, nutzen hierfür meist einen Gegenstand, der lediglich diesem Zweck dient. Hierbei kann es sich Beispielweise um einen Dolch, ein Schwert, eine Schreibfeder oder einen Stab handeln.
Manche Menschen übertragen vor der Beschwörung das Symbol oder Siegel der anzurufenden Wesenheit auch auf Papier oder Pergament und nutzen dann dieses im Ritual. Oftmals wird dabei besonderer Wert auf die verwendete Tinte gelegt und manchmal auch das eigene Blut genutzt. Hierbei sollte man nicht nur aus magischer Sicht vorsichtig sein.
Da auch die moderne Technik in der Magie Einzug gehalten zu haben scheint, wird derweil auch ein Laserdrucker für diesen magischen Akt genutzt. Wie Stilvoll.
Unabhängig von der genutzten Technik zur weltlichen Darstellung des Symbols oder Siegels, sollte es natürlich im Zusammenhang mit der Anrufung visualisiert werden. Generell ist die Verwendung eines Symbols oder Siegels jedoch nicht zwingend erforderlich.

Wurde eine Kraft erfolgreich angerufen wirst du bald ihre Schwingungen wahrnehmen. Diese gilt es nun mittels der Visualisierung zu verstärken, so dass eine Form, welche die Wesenheit darstellt, entsteht. Beim Anrufen von Wesen verbinden wir bestimmte Bilder, Wesenszüge und Gefühle mit ihnen. Es gilt diese Vorstellungen in ein Bild zu fassen und dieses zur Unterstützung zu visualisieren. Oftmals treten mit dem Erscheinen der beschwörenden Kräfte Bilder in unser Bewusstsein, die wir lediglich zu fokussieren brauchen.

Bevor du Bitten stellst, solltest du dich zunächst erkundigen, ob und was die Wesenheit als Gegenleistung für ihren Dienst von dir erwartet. Möchtest du nicht den gewünschten Preis entrichten, zögere nicht dich bei dem Wesen zu bedanken und es zu verabschieden.
Einige Wesen reagieren zornig darauf, wenn sie nicht den in vereinbarten Preis für ihre Arbeit erhalten. Probiere nicht die Wesenheit zu betrügen. Du wirst der Leidtragende sein. Auch der Versuch zu feilschen wird in einigen Kreisen nicht gerne gesehen.


Nach der Evokation

Nach einer erfolgreichen Evokation der erwünschten Kraft, dem Bestimmen des etwaigen Preises für die Dienste des Wesens und dem erfolgreichen Wirken, wird es Zeit die Wesenheit zu verabschieden.
Verhalte dich bitte höflich, respektvoll und erbringe dem Wesen in jedem Fall ein kleines Opfer. Dieses kann beispielsweise aus Wein, Milch, Früchten, Nüssen, Brot, Kuchen oder Tabak bestehen. Achte bitte auf die Qualität der Produkte. Selbstangebaute oder geerntete Opfergaben sind gerne gesehen.
Sollte dies nicht möglich sein würde ich auf Bio-Ware zurückgreifen. Nun ist es vielleicht möglich, dass du dich fragst, warum du so viel Geld investieren sollst, wenn du sie schlussendlich ja doch nur „wegwirfst“. Ein Opfer soll von Herzen kommen. Natürlich würde ein Apfel, wenn er mit absoluter Hingabe bei einem Discounter todesmutig aus der Grabbelkiste mühevoll zwischen angefaulten Exemplaren gefischt wurde ausreichen. Klar. Aber, wie würdest du dich fühlen, wenn man dir als Anerkennung für deine Arbeit ein pestizidverseuchtes Kuscheltier schenken würde?
Sei es, wie es sei Bedanke dich bei ihm/ihr/ihnen für die Hilfe und hoffentlich gute Zusammenarbeit.

Wenn du vorhast, öfter mit der Kraft zu arbeiten, teile ihr dies mit und frage sie, ob sie damit einverstanden ist. So wird es dir beim nächsten Mal leichter fallen, sie zu beschwören. Vielleicht ist sie auch bereit dir ihren Namen zu verraten, doch dränge sie zu nichts, außer du weißt, was du tust. Verabschiede die Wesenheit und wünsche ihr eine angenehme Heimreise.

Zum Schluss solltest du dich erden und reinigen. Eine Mahlzeit kann wahre Wunder bewirken!


Die obligatorische Warnung

Beschwöre nie eine Kraft ohne ersichtlichen Grund oder nur zum Spaß! Beschwörungen sind kein Spiel und können gefährlich sein. Auch Buffy-Anhänger sollten nicht mit gewetzten Holzpflöcken auf Dämonenjagd gehen, außer, sie können schnell laufen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass auch unerwünschte Wesen erscheinen können. Daher solltest du überprüfen, ob es sich bei der beschworenen Kraft um die Korrekte handelt. Achte hierbei auf deine Intuition:

> Fühlst du dich in der Nähe der Wesenheit wohl?
> Entsprechen ihre Energien / Eigenschaften jenen der von dir Erwünschten?
> Spürst du destruktive Kräfte, die sich gegen dich richten?
> Hast du das Gefühl, dass sie dich täuschen möchte?

Hast du eine dir „negativ“ gesinnte Wesenheit beschworen bzw. angezogen, solltest du sie verabschieden. Sofern sie nicht freiwillig geht, solltest du die Kraft bannen.

Bitte beachte während des Rituals die üblichen Schutz, Zentrierungs- und Erdungsmaßnahmen.

 

Quellen

 

Schattenarbeit
Schutz für Fortgeschrittene

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