... Die Invokation ...
Interne Beschwörung von Energien und Wesenheiten

Was ist eine Invokation?

Bei der Invokation handelt es sich um die magische Technik des „hineinrufens“. Unter „hineinrufen“ wird in diesem Kontext das Rufen bzw. Beschwören einer (sinniger Weise zuvor definierten) Energie innerhalb einer Person oder eines Kreises verstanden. Bei dieser Kraft kann es sich wie bei der Evokation z.B. um Elementarwesen, Wesenheiten aus der Anderswelt oder dem Feenreich, Geister Verstorbener, Dämonen oder Götter handeln.
Der Evokation entsprechen kann eine Invokation zelebriert werden, um bestimmte Energien zu verstärken und diese mit der Unterstützung der beschworenen Wesenheit zu vergrößern. Zudem kann diese magische Technik genutzt werden, um mit anderen Wesenheiten zu kommunizieren.
Diese identischen Verwendungsmöglichkeiten zeigen deutlich auf, dass sich beide Praktiken in erster Linie durch den Ort, an welchem sich die gerufene Instanz später befindet, unterscheiden. Eine Invokation stellt also nicht das Gegenteil einer Evokation dar.


Durchführung einer Invokation

Eine Invokation stellt an jene Person, die sie zelebriert, höhere Ansprüche, als eine Evokation. Zunächst muss wie bei der magischen Technik der „herausrufens“ eine Wesenheit beschworen werden. Dies geschieht jedoch nicht in einem äußeren Raum, sondern direkt im Praktizierenden. Die Instanz wird quasi in den Wirkenden gerufen.
Damit dies überhaupt möglich ist, muss hierfür natürlich ein Raum geschaffen werden. Das wird in den meisten Fällen erreicht, indem sich die magisch arbeitende Person in einen meditativen Zustand begibt. Je nach Intensität der Invokation kann dieser einem Tagtraum aber auch einer Tiefentrance gleichen. Hierbei tritt das Bewusstsein des Menschen bis zu einem gewissen Punkt in den Hintergrund. Dadurch räumt er der Instanz jenen Raum ein, den sie braucht um dort wirken zu können.
Durch die Invokation wird bewusst ein Zustand der Besessenheit erzeugt. Wir Menschen verbinden das Wort „Besessenheit“ immer mit etwas Negativen und Zwanghaften. Dies ist bei einer Invokation jedoch nicht der Fall. Sowohl die wirkende Person, als auch die Instanz geht freiwillig diese temporäre Verbindung ein. Nach Beendigung der Invokation verlässt die Wesenheit den Körper und gibt ihn wieder frei.

Je nach Intensität der Invokation kann die Instanz die Kontrolle über den Körper des Menschen übernehmen. Dies kann natürlich gefährlich werden, sofern die beschworene Kraft seine Machtposition nutzt, um der Person selbst oder sie umgebene zu schaden. Daher ist es nicht nur für Anfänger sinnvoll Invokationen im Beisein anderer Eingeweihter durchzuführen. Die Begleiter sollten auch körperlich in der Lage sein den Wirkenden festzuhalten. Während einer Invokation kann ein Mensch ungeheure Kräfte entwickeln. Diese können sein alltägliches Potenzial bei weitem überschreiten. Die aufgeführten Punkte sollen dir klar machen, dass man lediglich Instanzen invoziieren sollte, mit denen man bereits zusammen gearbeitet hat und denen du vertraust.

Sobald du deine Gedanken beruhig hast, fokussierst du sie auf die zu beschwörende Energie. Visualisiere sie und bitte sie in dich einzutreten. Stelle dir vor, wie es ist sie zu sein, spüre sie, spüre, wie sie sich in dir an fühlt. Sei sie mit allem was du bist. Und dann lass dich fallen. Vertraue ihr. Vertraue ihr vollkommen. Ohne Vertrauen kann man nicht invoziieren. Mehr musst du nicht wissen, der Rest kommt von alleine.

Bitte die Energie nach Erreichen des Ziels oder dem Ende deiner Kraft dich zu verlassen und bedanke dich bei ihr gebührend.


Nach der Invokation

Analog zur Evokation solltest du dich beim Verabschieden der Wesenheit höflich, sowie respektvoll verhalten. Da kleine Geschenke die Freundschaft erhalten solltest du dem Wesen in jedem Fall ein kleines Opfer darbringen. Dieses kann beispielsweise aus Wein, Milch, Früchten, Nüssen, Brot, Kuchen oder Tabak bestehen. Achte bitte auf die Qualität der Produkte. Selbst angebaute oder geerntete Opfergaben sind gerne gesehen.

Nach einer Invokation ist es essentiell sich gründlich zu erden und zu reinigen. Zu dem sollte man etwas essen und trinken. Invokationen können körperlich, abhängig von der Intensität und Dauer, sehr anstrengend sein.


Beispiele für Invokationen


> Personen, die in einem Ritual die Funktion der Elementarwächter übernehmen zelebrieren hierbei zumeist eine leichte Form der Invokation. Sie rufen in sich die Energien des Elementes und übertragen diese in den Kreis.
> Viele Medien Arbeiten in einem Zustand der Invokation. Sie räumen dem Geist einen Raum in ihnen ein und ermöglichen so z.B. anderen Menschen mit ihnen zu kommunizieren.
> Priester invoziieren ebenfalls öfters Gottheiten in Ritualen. Als Beispiel sei hier die Vereinigung der Göttin und des Gehörnten im Hexentum zu Beltane genannt.


Die obligatorische Warnung

Beschwöre nie eine Kraft ohne ersichtlichen Grund oder nur zum Spaß! Beschwörungen sind kein Spiel und können gefährlich sein. Auch Buffy-Anhänger sollten nicht mit gewetzten Holzpflöcken auf Dämonenjagd gehen, außer, sie können schnell laufen.

Gerade bei Invokationen ist es ratsam lediglich mit Instanzen zusammenzuarbeiten, die man bereits kennt und denen man ein entsprechendes Vertrauen entgegen bringt.

Ich möchte darauf hinweisen, dass auch unerwünschte Wesen erscheinen können. Daher solltest du überprüfen, ob es sich bei der beschworenen Kraft um die Korrekte handelt. Achte hierbei auf deine Intuition:

> Fühlst du dich in der Nähe der Wesenheit wohl?
> Entsprechen ihre Energien / Eigenschaften jenen der von dir Erwünschten?
> Spürst du destruktive Kräfte, die sich gegen dich richten?
> Hast du das Gefühl, dass sie dich täuschen möchte?

Hast du eine dir „negativ“ gesinnte Wesenheit beschworen bzw. angezogen, solltest du sie verabschieden. Sofern sie nicht freiwillig geht, solltest du die Kraft bannen.

Bitte beachte während des Rituals die üblichen Schutz, Zentrierungs- und Erdungsmaßnahmen.

 

Quellen

 

Schattenarbeit
Schutz für Fortgeschrittene

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