... Gedichte von nevia Gaea ...
Lausche
Düstere Leere,
tief in mir,
mordende Schatten Heere
unerfüllte Sehnsüchte nach dir.
Ängstliches Flehen
entrinnt meiner Kehle,
unfähig zu sehn,
verborgene Hehle.
So wendet den Blick doch ab!
Von allem allein gelassen,
süßes Grab,
verflucht zu hassen.
Geboren um zu leiden,
dunkle Mächte mich ergreifend,
lautes Schweigen,
den Dolch haltend.
Nebelschwaden schleichen umher,
dann der Tag...
Gleißendes Licht,
erhellt mein Gesicht,
doch in mir herrscht Nacht,
stumpfer Verdacht,
Begleiter der Tod.
Ersuch nach liebe in meiner Not!
Kannst du hören?
Willst du hören?
Wirst du hören?
Dann lausche meinem ersterbenden Geflüster,
bevor es verstummt!
3/00
For the Lord
Und wenn die Nacht endet,
wird der Tag beginnen,
und das Licht wird die Dunkelheit vertreiben...
Bis es wieder Nacht wird,
doch der Tag wird kommen, um die Nacht zu erhellen.
Denn die Liebe und das Licht sind stärker,
als die tiefste Dunkelheit, der stärkste Schmerz und der unbeugsamste Hass...
7/00
Hass
So oft verletzt,
vom Hass gehetzt.
Gewandelt im Tal der Schmerzen,
gebrochene Herzen.
Denn wer die Liebe nicht bedacht,
der wandelt für immer in schwarzer Nacht!
Verbringt die Ewigkeit,
in grausamster Einsamkeit.
Verflucht zu leiden,
in Trauer einkleidend
nimmer wird er froh,
das Dasein endet so.
- Erbärmlich und leer -
9/00
Du
Niemand vergibst du,
auch nicht dir selbst.
Deine Seele ist schwarz,
wie die Nacht,
doch die Sterne der Hoffnung fehlen,
zu oft schliefst du beim Hass.
Nur in deinen Träumen lebst du,
doch merkst du nicht,
dass du eigentlich schon tot bist.
Leben ist nichts,
Liebe ist abergläubischer Unsinn für dich.
Dein Leben ist für dich,
wie ein großer, nie endender Alptraum,
den es gilt zu bezwingen.
Doch gabst du den Kampf schon lange auf.
Doch ist der Krieg noch nicht verloren,
denn manchmal wachst du auf,
und siehst,
und fühlst,
und weißt,
dass das Ende naht...
12/99
Neuanfang
ich lebe und sterbe
sterbe und gebe
meine Zukunft ist der Tod
grausamste Ursache meiner Not,
ist der Liebe Kuss,
der mich Erweckt,
meine Seele neu entdeckt
mein Herz mit sich genommen
doch wo ist meine Hoffnungen? alles zerronnen...
übrig bleibt nichts,
tote Seele des Lichts...
so tauche ich ein
in einen neue, eisige, tote Welt
beende das sein.
wo ist der Stern, der mein weg erhellt?
erloschener schein
wie das Feuer meiner Seele gefällt
dahin; frei; rein?
- auf ewig erlöst -
9/00
Wer
Wer bist du,
das du es wagst,
mich anzuzweifeln?
Wer bist du,
das du es versuchst,
mich zu verfluchen?
Wer bist du,
das du es vermagst,
mich zu quälen?
Wer bist du,
das du es schaffst,
mir meine Macht zu rauben?
Wer bist du?
- ich bin die Liebe-
12/10/00
Seelenfetzen
Ich trage den Schmerz in mir,
er ist ein Teil von mir.
Ich trage die Macht in mir,
sie ist ein Teil von mir.
Ich trage den Hass in mir,
er ist ein Teil von mir.
Ich trage dich in mir,
doch bin ich kein Teil von dir...
12/10/00
Ich
Ich führe dich aus der tiefsten Finsternis,
Ich bin deine Sonne,
Ich bin dein Stern der Hoffnung,
Ich verlange von dir im Gegenzug nichts,
denn Ich bin das Licht und die Liebe...
was sollte ich also fordern,
wenn ich dich doch zu mir hohlen,
um dich in ein weites,
fernes und wundervolles Land zu entführen?
7/00
Wenn
Wenn die Nacht dich mit ihrer eisigen Hand umschließt,
wenn du den Hass im Spiegelbild deiner Augen siehst,
wenn du den Tod auf deinen Lippen schmeckst,
wenn du qualvoll innerlich verreckst,
wenn du Angst hast vor dem Tag,
der da sicher kommen mag,
wenn du Angst hast vor der Nacht,
weil du verlorst die dunkle Schlacht,
wenn du Angst hast vor der Liebe,
abscheulich vernichtende Triebe,
kannst du Ahnen, wer ich bin.
-Alles, was ich lebte, ist dahin-
10/00
Heut' Nacht
Heute Nacht bin ich gestorben,
habe alles Schön´ verloren.
Aufgegeben wieder zu streiten,
lasse mich vom Hass nun leiten.
Liebe ist der Tod der Seelen,
liebt es sanft, brutal zu quälen.
Tot ist das, was ich einst war,
Zwiespalt ist´s, was ich draus gebar.
10/00
Unsagbare Stille
Eisige Tränen aus leeren Augen,
verlogenes Lächeln mich auslaugend
Stummes Flehen aus besudelten Lippen,
einst warme Seelen, die qualvoll litten.
Erstarrtes Herz aus mordenden Hass,
für die ewge Liebe nimmer Platz...
Wo vergrub ich einst meine Gefühle?
Warum herrscht nur einsam die Kühle?
Kein Feuer in mir brennt,
Nichts um Hilfe schreit,
kein freier Wille,
nur unsagbare Stille...
14/10/00
Seelendiebe
Und ich gebe dir mein zerbrechliches Herz,
spürst du den unendlichen Schmerz?
Nimm es vorsichtig entgegen,
lass uns nicht die selben Fehler begehen.
Schließe sanft meine Augen,
küssen zärtlich meinen Mund,
lasse mich in dem Glauben,
an unseren ewgen Bund.
Bitte, lass mich weiter träumen!
Was könnt ich denn versäumen?
Begleite mich bei meinem Tod!
Der einzge Weg aus meiner Not?...
Ich verlor das Licht,
verlor meine Liebe,
doch sterben will ich nicht!
Seelendiebe!
2/11/00
Wollen, doch nicht sein
Angst, in meinem Herzen
Schmerzen zerfressen leis´
hör das Wehklagen tausender Nächte
fühl den erbärmlichen Hass
frisst mich auf
langsam, doch stetig
lässt nicht los
verflucht?
Was hält mich noch?
Was sollt ich sagen?
Warum liebt ich einst?
Warum lieb ich noch?
Was ist die Liebe?
Was ist der Hass?
Was bin ich?
Wann werde ich endlich sterben?
Erlösung, nur der Tod
doch sterben, will ich nicht!
Will nicht sterben!
Will nicht sterben!
Noch nicht...
30/11/00
Mein Herz
Stumm laufen Tränen.
Leise weinen tausend Seelen.
Sehe in meine Inneres.
Schaue und suche mein Herz.
Doch alles was ich erblicken kann,
ist ein lebloser Klumpen aus Schmerz,
übersät mit unzähligen Narben.
Und neben einer frischen,
klafft eine neue Wunde.
Der Dorn steckt noch,
tief im blutigen Fleisch...
30/11/00
Was ich bin
Vergessen und verloren
Verloren und verlassen
Verlassen und doch erkoren
Geboren um zu hassen
11/00
Was du doch nicht hast
Ein Wunsch ward geboren
In sternenklarer Nacht,
Geboren und doch verloren
Durch eisigkalter Macht
Und leise raunt der Wind
Sehend und doch so unendlich blind
Verloschene Seelenfeuer
Alte, verlassene Gemäuer
Dunkel schleichen Nebelschwaden
Krächzend singen stumme Raben
Was dort so elendig verreckt
Ist dein Traum der Liebe, aus dem du erweckt...
11/00
Lachen
Lachen, hast du mir gesagt
Ich soll lachen
Lachen über die Welt
Laut und froh und frei
Lachen über Tod und Lügen
Lachen über Wesen
Die sich Menschen schreien
Was sind den schon Menschen?
Was ist ein Mensch?
Er Lügt, betrügt, mordet
Doch ich soll lachen
Über was sollt ich lachen frage ich dich?
Über eine Welt voller Menschen?
Ich glaube du solltest eher sagen
Ich soll weinen
Doch ich lache,
Lache über euch
Denn was sollt ich dir sagen,
Der du es sowieso nie verstehen wirst
Denn, ach, ich vergaß
Du bist ja ein Mensch,
Herrscher über alles Leben
Trägst auf deinem hocherhobenen Haupt eine Krone
Die Krone der Schöpfung
Ach, ich vergaß,
du bist ja die Spitze der Evolution
Ich gratuliere dir
Und leise frage ich mich
Wer menschlicher ist
Du oder die Tiere
Aber ich lache
Lache über dich
Denn der Frohsinn regiert die Welt
Ich lache
Ich lache
Und Tränen rinnen mir die Wangen hinab
6/12/00
Schwaches Flügelchen
So unendlich sanft scheint das Mondlicht,
zärtlich, fast unwirklich
schwache Flügel schlagen sachter
wacht in düsterster Nacht
Doch die Sterne der Hoffnung schienen
Geboren um zu leiden und doch zu lieben
Das Herz so rein und zerbrechlich
Der Körper süß und viel zu schwächlich
Doch das Seelenfeuer brennt,
heiß, es wohl niemand kennt
Doch die Träume erblühten,
liebten und fühlten
-
So unendlich sanft scheint das Mondlicht,
zärtlich, fast unwirklich
schwache Flügel werden stärker
entflohen dem Seelenkerker
fühle mein Herz,
liebe mein Herz
spüre mich und vergesse den Schmerz...
4/12/00
Tag des Tanzes
ein neuer Tag bricht an
für mich und dich?
soweit hast nur du mich gebracht
die Sinne schwinden
ein kleiner Sonnenstrahl
ich will mich nur in dir verlieren
lass mich tanzen
öffne den Käfig
keine Gefühle, kein Halt
Freiheit wäre der Preis
doch ich will tanzen,
fliegen in dir
lass mich ziehn,
fang mich ein,
lass mich tanzen,
lass mich lachen,
lass mich weinen,
lass mich hoffen,
lass mich hassen,
lass mich träumen
lass mich dich lieben,
auf ewig oder auch nicht
was ist die Ewigkeit?
Nichts?
Alles?
Egal, lass mich nur tanzen
tanzen über Leichen
21/o1/o1
...Verzeih, das ich starb...
stumme Stimmen
weinende Wimpern
ausgebrannte Augen
leidendes Lächeln...
Sieh mir nicht ins Gesicht,
finden würdest du es dort nicht,
das Licht,... nur erloschener Schein.
Ein Traum und Blut wie Wein
so kalt, so alt, so verführerisch rot...
Bin lebendig doch nur tot...
Verzeih mir, dass ich starb,
damals an meiner Liebe Grab,
dort, wo ich verlor mein Herz
und zurück bleibt nur Trauer und Schmerz!
Angst vor dem Vertrauen - Sünden
nicht mein, das Urteil das ich musste dir verkünden...
Denn dort, wo die Nacht regiert,
ist der Tod mit dem Hass liiert!
22/o2/o1
Last days
Lausch der Nacht,
der unbändigen Macht,
den Worten der Toten,
des Teufels Boten
gekommen zu jagen,
den Heiland zu begraben,
seine Jünger zu vernichten
und über Leben und Tod zu richten.
Drum flieht,
ihr Wesen des Lichts
zurück ins Nichts
zu trinken von eurem Blut
unbändige Wut.
Und all die Engel fallen.
Hört ihr Wehklagen schallen.
Den Teppich aus Sünden ausbreitend
über Leichen schreitend
wir er kommen,
der dem alles genommen.
Um zu verbreiten Schrecken und Angst,
alles du ihm verdangst.
Drum laufe begib dich zur Taufe.
Erweckt durch mein Blut,
verbannt in des Fegefeuersglut,
sieh und flehe!
Macht
Der Tag stirbt,
die Nacht erwacht,
leise, kaum wahrnehmbar
entreist sie uns die Sinne...
Siehst du die Sterne?
Dort, in der Dunkelheit,
dort, wo nichts zu sein scheint.
Fühlst du die Kälte,
die Leere, die in dir aufsteigt?
Hörst du ihr Flüstern,
ihr Raunen, das deinen Geist verklärt?
Riechst du den Duft,
den Geruch von Schwärze und tobenden Wind?
Du glaubst, du bist verloren,
und Tränen laufen stumm,
kein Laut entrinnt deiner Kehle,
doch die Worte,
sie schreien.
Du hast Angst,
doch weißt du nicht warum.
Du trägst den Schmerz in deinem Herzen,
doch weißt du nicht warum.
Verzage nicht, gib nicht auf,
denn du bist reich,
mächtiger als viele,
viele, die vor dir waren
viele, die sind
und viele die kommen werden.
Denn schau in dein Inneres,
öffne deine Lider,
und siehe, du lebst, denn du fühlst...
23/o6/o1
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