… Der Apfelbaum …

Der Apelbaum steht seit jeher in einer ganz besonders engen Beziehung zum Weiblichen und zur großen Göttin. Die Legenden und Mythen, die sich um diesen Baum und insbesondere um seine Frucht ranken, sind unglaublich reich und mannigfaltig. Es gibt wohl nur wenige Bäume, die in so vielen verschiedenen Kulturen eine derart besondere Rolle einnahmen und -nehmen.

Der Apfelbaum ist ein lebensfroher Geselle, der im Rhythmus des Seins tanzt und uns reich beschenkt. Er befreit uns lächelnd von schwermütigen, traurigen oder verbitterten Gedanken und reinigt unsere Seele. Er zeigt uns einen optimistischen, fröhlichen Weg durch das Lebens und lädt uns ein mit ihm im Takt des Seins dahin zu gleiten. Der Apfelbaum ist jedoch kein Luftikus und so erreicht sein Wissen eine unglaubliche Tiefe.

In allen euro-asiatischen Kulturen war der Apfel ein Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit und der Liebe. Dieser Baum liebt das Leben in all seine Farben und Formen und er liebt die Liebe! Er hat so unendlich viel Liebe zu geben, dass ich manchmal weinen und gleichzeitig herzlich lachen muss, wenn ich in seinen Armen liege. Es ist ein wundervolles Gefühl in seinem Zauber zu baden.

In vielen Kulturen stand der Apfelbaum nicht nur für das Leben, sondern auch für das ewige Leben, für die Unsterblichkeit. So symbolisiert er auch die Wiedergeburt im Zyklus allen Seins.

Die Kugelform seiner Früchte ist ein Zeichen für die Vollkommenheit der Erde und des Universums.

Dem Apfelbaum werden ebenfalls große heilerische Fähigkeiten zugeschrieben. So lehrt uns dieses Wesen wie wichtig es ist ein harmonisches Gleichgewicht zwischen unserem Körper unserem Geist unserer Seele und unseren Gefühlen zu schaffen. Mit seiner Hilfe gelingt es uns leichter Energieblockaden auf sanfte Weise zu lösen.

Der Apfelbaum stand auch seit jeher eng mit Orakeln sowie Visionen in Verbindung. So vermag dieses Wesen hinter die Oberfläche zu blicken, durchbricht Fassaden und gleitet mit einer ungeheuren Leichtigkeit in die verborgenen Bereiche unserer Seele und unseres Herzens. Der Apfelbaum kann uns mitnehmen auf diese Reisen, er öffnet unsere Augen und zeigt uns die Welt, wie sie wirklich ist. Mit seiner Hilfe wird es wesentlich einfacher die „wahrhaftigen“ Antworten auf unsere Fragen zu finden. Er unterstützt uns die wahren Bedeutungen von Geschehnissen zu erkennen und zu verstehen warum etwas so ist, wie es ist.

Der Apfelbaum kann ein wichtiger Lehrmeister auf den eigenen Pfaden sein. Er wird sich sicherlich freuen, wenn du mit ihm ausgelassen im Rhythmus des Seins ein Tänzen wagst.


Der Apfelbaum in Verbindung mit Göttern

Der Apfel als Symbols des Lebens und der Liebe steht in direkter Verbindung mit vielen verschiedenen weiblichen Gottheiten aus den unterschiedlichsten Kulturen

So war der Apfel bei den Römern Venus, bei den Babyloniern Ischtar und bei den Ägyptern Hathor geweiht. All diese Göttinnen verkörpern Aspekte der Liebe, der Fruchtbarkeit und der Sinneslust.

In der griechischen Mythologie wurde der Apfel von Dionysos, dem Gott des Weines, „erschaffen“. Dieser schenkte ihn der Göttin der Liebe, Aphrodite.

Zudem war der Apfel Demeter, der Göttin der Fruchtbarkeit geweiht.

Ich denke, dass den meisten Heiden der Begriff „Avalon“ bekannt ist. Diese Insel stellte für die Kelten ein Art Paradies dar, ein Land der Unsterblichkeit und des ewigen Lebens. Avalon bedeutet soviel wie „Apfelland“. Der Apelbaum soll zu den sieben heiligen Bäumen der Kelten gehört haben und selbst König Arthur hat in alten Sagen Avalon aufgesucht, um hier von seinen schweren Wunden geheilt zu werden.

Die Göttin Juna war in der nordischen Mythologie die Herrscherin über die goldenen Äpfel, die sie den Asen zu Essen gab. In der Edda wird beschrieben, dass der Apfel den Asen ewige Jugend bescherte.

Bräuche, Traditionen und Volksglaube rund um den Apfelbaum

Heutzutage ist der Apfel neben dem Kürbis ein Fester Bestandteil des Ahnenfestes geworden. So wird das eigene Heim zu Samhain oftmals mit Äpfeln dekoriert oder sie werden als Bestandteil des Festmahles eingesetzt.

Viele Bräuche stehen in enger Verbindung mit der Symbolik des Apfelbaumes in Bezug auf Leben, Fruchtbarkeit und Liebe.

So wurde zur Geburt eines Kindes ein Apfelbaum gepflanzt. Dieser sollte dem Neugeborenen Glück bringen und über seine Entwicklung Auskunft geben.

Man war in vergangenen Tagen der Ansicht, dass wenn man die Nachgeburt einer Wöchnerin unter einem Apfelbaum vergrub, diese bei der nächsten Schwangerschaft ein Mädchen zur Welt bringen würde. Vergrub man die Nachgeburt hingegen unter einem Birnenbaum, so sollte ein Junge als nächstes geboren werden.

In Griechenland musste das Brautpaar zur Hochzeit ein Mahl aus Äpfeln oder Quitten zu sich nehmen. Dies sollte die Fruchtbarkeit der sich Liebenden erhöhen und so sicherstellen, dass Kinder aus der Verbindung hervorgingen.

Nach altem Volksglaube sollte einem noch ein langes und glückliches Leben bevorstehen, wenn es einem gelang einen Apfel zu schälen, ohne, dass die Schale abriss.

Die Römer sahen im Apfel ein Symbol der Vollkommenheit des Erde und des Kosmos. So erhielten die Kaiser als Zeichen ihrer „gottgewollten“ Herrschaft den „Reichsapfel“.

Der Apfel wurde auch gerne zu Orakelzwecke genutzt. So sollte es ein Zeichen des eigenen nahenden Todes sein, wenn man beim durchschneiden eines Weihnachtsapfels einen Kern durchtrennte oder eine kreuzförmige Figur entstand.
Was lernen wir daraus? Weihnachtsäpfel nie selbst durchschneiden!!! ;-)

Bei der Ernte dieses Obstbaumes ließ man früher oftmals den letzten Apfel am Baum als Opfergabe für die Apfelfrau oder den Apfelmann hängen.

Der „Vollständigkeit“ halber: Im Christentum wurde die Bedeutung des Apfels, wie leider so vieles, von patriarchalen Kirchenvätern pervertiert. Aus einem Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Liebe und der weiblichen Kraft wurde durch den inszenierten „Sündenfall“ der Eva ein Zeichen der „Sünde“, der Verführung und des Verderbens. Die Frau wurde im gleichen Zuge zum „Sündenbock“, zu einem entmachteten, schwächlichen Wesen…
Meine Meinung: vergesst diesen Schwachsinn!

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Quellen