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Schutz zu empfangen bedeutet, sich in die Obhut einer Kraft zu begeben, die Stärker ist als man selbst. Diese „höhere“ Macht ist in der Lage den schwersten Sturm zu überstehen und seine Schützlinge dabei sanft in den Schlaf zu wiegen. Leider fällt es vielen Menschen schwer sich selbst einzugestehen, dass man den Schutz einer anderen Wesenheit oder einer Gottheit bedarf. Doch es ist wichtig dass man eine Situation richtig beurteilen und abschätzen kann, ob man genügend geschützt ist. Die Wenigsten von uns würden ohne ein Sicherungsnetz das erste Mal auf einem Drahtseil balancieren, aber grade in Bezug auf Magie wird oftmals kein Gedanke an den eigenen Schutz „verschwendet“. Ich glaube, dass es an der Zeit wird, dass wir Menschen uns einfach bewusster wahrnehmen, die Ohren öffnen und unserem Inneren lauschen. Es bedarf keiner großen Anstrengung sich selbst zu fragen, ob man genügend geschützt ist und trotzdem kann dieser kleine Moment dazu beitragen, dass wir unser Leben leichteren Fußes beschreiten können.
Die Eberesche ist aber auch in der Lage uns vor den Schwierigkeiten des Lebens zu beschützen. In schwierigen Zeiten finden wir in ihren Armen Schutz und Halt. Die Eberesche ist ein sehr gütiger Baum, an den du dich wenden solltest, wenn du Schutz benötigst. Wende dich an sie und bitte sie um Unterstützung. Einem Ersuchen um Schutz, das von einem Wesen in einer Not kommt, wird die Eberesche sicherlich nachkommen. Du solltest dich natürlich auch erkenntlich zeigt und selbst Schutz gewähren, wenn du Schutz spenden kannst. Besonders die Kelten verehrten die Eberesche als Heiligen Baum. So pflanzten Druiden sie in ihren Hainen, nebst Eiche sowie Esche. Besonders Orakel- und Gerichtsplätze wurden von ihnen umrandet. Für die keltischen Priester war die Eberesche der Baum des Lebens. Als einer der ersten Bäume, die sich im Frühling belauben, war sie ein Symbol des Wiedererwachens nach der harten Winterzeit, des Sieges des Lichtes über die Dunkelheit. Auch die Druiden glaubten, dass die Eberesche vor Unheil und negativen Zaubern schützen kann. Des Weiteren galt sie im Norden als Glückbringer In Irland, dort kennt man die Eberesche immer noch unter den Namen „fid na ndruad“ (Druidenbaum), war der Glaube weit verbreitet, dass sie das Land solange, wie sie gesund und gut genährt ist, beschützt.
In Irland wird die Göttin der Heilung, der Dichtkunst sowie der Inspiration, Brigid, oftmals mit einer Eberesche abgebildet. Auch die Schutzgöttin des Landes Britannien, Brigantia, wird in Verbindung mit diesem Baum gebracht. Beide Göttinnen besaßen Pfeile aus Eberesche, die sie in gefährlichen Situationen entfachten. In der Germanischen Mythologie war die Eberesche dem Gewittergott Donar geweiht und galt als Glücksbringer. In Legenden aus dem skandinavischen Raum heißt es, dass die erste Frau aus einer Eberesche geschaffen wurde. Die nordische Mythologie berichtet, dass sie den Gott Thor vor dem ertrinken rettete, indem sie ihm ihre Äste entgegenstrecke und so verhinderte, dass er mit einem reißenden Strom hin fortgeschwemmt wurde. Die Beeren der Eberesche galten als Speise der Götter.
Eine Eberesche im Garten soll das Haus und seine Bewohner vor allem Übel beschützen. Am Morgen nach Beltane schlugen Bauern ihre Kühe im Stahl mit Ästen der Eberesche, um sie fruchtbar zu machen. Um die Tiere zu schützen wurden dann noch einige Zweige des Baumes an die Stahltür angebracht. Gesunde Ebereschen sollen das Land sowie die Bewohner in der Nähe des Baumes vor allem Negativen bewahren. Ebereschen sollen einen besonders wirksamen Schutz gegen Hexerei darstellen. Mit einem Ast dieses Baumes, an den ein roter Faden gebunden ist, soll man selbst den stärksten Zauber brechen können.
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