Hast du einen „Lehrmeister“? Wenn ja, wer?
Diese Frage finde ich ganz besonders wichtig. Die meisten „Junghexen“ lernen aus Büchern oder aus dem Internet und haben keinen „Lehrmeister“. Oft wird auch mit der besten Freundin zusammen gelesen und ausprobiert.
Aber, wenn Ihr Kind einen menschlichen Lehrmeister hat, wäre ich persönlich skeptisch. Ganz einfach aus dem Grund, dass es relativ wenig Menschen in Deutschland gibt, die andere Personen auf diesem Gebiet ausbilden. Im Gegensatz hierzu gibt es wesentlich mehr Menschen, die sich als „Möchteger-Meister“ aufführen und sich an ihren Schülern bereichern oder noch ganz andere Gefälligkeiten fordern. Und ich weiß, wovon ich spreche, denn ich bin auch einmal an so jemanden geraten. Ich bin nur dankbar, dass ich damals Selbstbewusst genug war, rechtzeitig den „Absprung“ zu schaffen.
Sollte Ihr Kind also einen Meister haben, dann fragen Sie es, wer diese Person ist. Ich persönlich habe meinen „Schülern“ immer gesagt, dass, wenn ihre Eltern sich mit mir unterhalten möchten, sie dies gerne tun könnten und sie ihnen gerne meine Adresse sowie Telefonnummer geben sollen. Jeder vertrauenswürdige Lehrer sollte sich so verhalten und den Schüler nicht um Stillschweigen in diesem Punkt bitten. Ich bin der Meinung, dass „Meister“, die anders handeln etwas zu verbergen haben.
Sollte Ihr Kind nun von einem anderen Menschen unterrichtet werden und Ihnen die Kontaktdaten dieser Person zur Verfügung stellen, dann nutzen Sie diese auch. Vereinbaren Sie zum Beispiel ein Treffen zum Kaffeetrinken oder Eisessen. Nutzen Sie die fantastische Möglichkeit sich mit diesem Menschen auszutauschen und lernen Sie ihn ein wenig kennen!
Sein Sie bei einem solchen Gespräch offen und tolerant. Im Idealfall sollte keiner der beteiligten Personen versuchen eine andere von ihren Ansichten zu Überzeugen. Jeder hat das ihm Götter gegebene Anrecht auf eine eigene Meinung.
Wenn Sie aufmerksam sind, können Sie alleine durch das Auftreten eines etwaigen „Lehrers“ sehr viel über ihn lernen. Ganz ehrlich: Wenn der angebliche Meister mit einem alten, verrosteten und alles andere als verkehrtüchtig aussehenden Wagen vorfährt, dann zeugt das für mich von unverantwortungsbewussten Handeln (Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer) und davon, dass die Person nicht in der Lage ist sein „reales“ Leben zu managen. Ich würde so jemand mein Kind wahrscheinlich nicht anvertrauen.
Ein guter „Lehrmeister“ steht mit beiden Beinen fest auf den Boden und schwebt nicht in anderen Sphären. Schließlich soll dieser Mensch Ihrem Kind auch in schwierigen Situationen helfen können und nicht von der nächsten Windböe gen Himmel getragen werden.
Auch Drogenabhängige würden für mich als Elternteil niemals in Frage kommen.
Die meisten wirklich guten Lehrer, die ich kenne, würden Sie auf der Strasse nicht von anderen Menschen unterscheiden können. Es sind ganz normale Personen, die ganz normalen Tätigkeiten nachgehen und einfach nur einen anderen Glauben, als der Großteil der deutschen Bevölkerung, besitzen.
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