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Spiritualität | Techniken der Magie | Wissen | Übungen | Rituale | Hexengarten | Junghexen | Bibliothek | Gästebuch | Forum Ein Handfasting ist eine Verlobungszeremonie, mit welcher in Hexen- und Heidenkreisen der Bund der Ehe besiegelt wird. Die Hexenhochzeit ist in Deutschland leider keine rechtskräftige Zeremonie, doch wir sie gerne als „Ersatz“ für eine kirchliche Trauung zelebriert. Ein Handfasting eignet sich natürlich sowohl für homo- als auch für heterosexuelle Paare. Ich hatte das unten aufgeführte Ritual zunächst so geschrieben, dass es auf alle Zusammensetzungen passt, um dem Aspekt der Gleichbehandlung gerecht zu werden. Letztendlich las sich das Ganze dann wie Kraut und Rüben, so dass ich mich dazu entschlossen habe bei dem Paar von einem Männchen und einem Weibchen auszugehen. Ich bitte daher im Voraus alle homosexuellen Paare um Verständnis. Danke! Der geschlossene Bund kann von dem Paar durch das Auftrennen des Knotens im Handfastingtuch getrennt werden. Dies sollte nie im Zorn geschehen. Das Handfastingtuch ist ein Tuch welches aus rotem Stoff besteht. Auf dem Tuch sollten die Vor- oder Seelennamen des Paares gestickt oder geschrieben stehen. Zwischen den beiden Namen sollte sich ein Zeichen der Verbindung oder der Liebe befinden. Das Tuch kann auch ähnlich einem Kissen angefertigt werden. Dann kann das Tuch mit verschiedenen Kräutern oder Symbolgegenständen gefüllt werden, die sich positiv auf die Beziehung der sich liebenden auswirken sollen. So können z.B. Rosenblüten für die Liebe, Salbei sowie Rosmarin für den Schutz, Patchouli für sexuelle Anziehung, Lavendel für Harmonie usw. gewählt werden. Das Band sollte mindestens einen Meter lang sein, damit es um die Hände des Paares gewickelt werden kann. Das Handfastingtuch steht für die Verbindung des Paares. Die rote Grundfarbe symbolisiert hierbei das Lebenselixier Blut. Das Rot kann auch als Zeichen für die große Göttin als Mutter verstanden werden, denn gerade dieser Aspekt befasst sich mit dem Leben und der Leben spendenden Verbindung von zwei Menschen. Ein Handfasting sollte immer individuell auf das Paar abgestimmt sein. Daher bitte ich auch eindringlich das unten aufgeführte Ritual lediglich als Anregung zu verstehen! Als PriesterIn ist es wichtig im Ritual und bei dem Schreiben des selbigen die eigenen Ansichten zurückzuschrauben. Im Mittelpunkt des Rituals steht das Paar und nicht die Interessen der Priesterin oder des Priesters! Daher sollte man vorab mit dem Paar besprechen, was es sich wünscht und welche Aspekte ihm wichtig sind. Das Paar, für welches ich dieses Ritual zelebriert habe, wollte z.B. eine Elementar bezogene Zeremonie, in welcher Gottheiten nicht im Vordergrund stehen. Ich persönlich bin sehr verbunden mit der großen Göttin. Hätte ich nun ein Ritual zelebriert, welches sich nach meinen Interessen ausrichtet, wäre das Ergebnis jenes gewesen, dass das Paar mit seiner eigenen Trauung und der damit verbundenen Symbolik nicht viel hätte anfangen können. Ich hätte es zwar klasse gefunden, aber das Paar wäre wohl reichlich enttäuscht gewesen. Ein Handfasting soll aber etwas ganz Besonderes für zwei sich liebende Menschen sein. Also MUSS auch auf diese Personen eingegangen werden. Man sollte auch die Stärken und Schwächen eines Paares insbesondere bei den Segnungen beachten. Daher ist es wichtig durch Gespräche oder Reisen herauszufinden, was das Paar braucht. Welche Aspekte und Qualitäten der z.B. Elemente sind besonders wichtig für die zu trauenden? Welche Gottheiten spielen eine wichtige Rolle (oder eben nicht) im Leben dieser Menschen? Welches sind ihre Elemente, mit welcher Kultur sind sie verbunden? All diese Punkte sollten in ein Handfasting einfließen und die Segnungen bestimmen. Das ist wohl die wichtigste Vorarbeit die eine/ein PriesterIn für ein Handfasting leisten muss. Zudem kann es dem Paar, insbesondere in Hinsicht auf ihre Verlöbnisse, helfen, wenn man sich mit ihm über seine Partnerschaft unterhält. Wie haben die beiden sich kennen gelernt? Was schätzen und lieben sie aneinander? Was ist für sie das Besondere in ihrer Beziehung? Welche Ziele haben sie? Wie stellen sie sich das gemeinsame Leben vor? Genau diese Aspekte sollten auch in die Versprechen des Paares, welche sie dem anderen beim Handfasting unterbreiten, einfließen. Die Verlöbnisse sollte das Paar schon vor dem Ritual vorbereiten. Es kann Sinn machen die Worte auswendig zu lernen oder sie schriftlich beim Ritual zur Hand zu haben. Auf jeden Fall sollten die sich liebenden sich schon vorab im Klaren sein, was sie sagen möchten. Geschieht dies nicht, ist es relativ wahrscheinlich, dass man beim Handfasting vor Aufregung keinen Ton herausbekommt oder die Hälfte von dem, was man eigentlich sagen möchte, vergisst. Nun noch ein Paar Worte zu der Symbolik des Hexenbesens während eines Handfastings. Der Hexenbesen steht in diesem Zusammenhang für die Hürden, die man im Leben meistern muss. Es gibt immer wieder Situationen, in denen einem Steine in den Weg gelegt werden. Gemeinsam ist es jedoch wesentlich einfacher solche Hindernisse erfolgreich zu überwinden. In einer funktionierenden Partnerschaft steht jeder für den anderen ein und hilft ihm auch oder gerade in schweren Zeiten. Das erfolgreiche Überwinden dieser ersten Hürde nach der Trauung soll ein Symbol dafür sein, dass das Paar auch in Zukunft gemeinsam alle Hindernisse meistern wird. Ist die erste Hürde erfolgreich genommen, werden auch die folgenden vom Paar überwunden werden. Dies ist, wie ich finde, eine außerordentlich schöne Symbolik, die daher meiner Meinung nach auch in keinem Handfasting fehlen sollte. ...~*~... So, nun aber zu einem Handfasting Ritual. Wie bereits erwähnt: Bitte, versteh es wirklich nur als Anregung und entwickle eine auf das Paar abgestimmte Zeremonie. Danke! Benötigte Utensilien: -Utensilien zum Ziehen des Schutzkreises Vor Beginn des Rituals baut die/der Priester den Altar in der Mitte des späteren Kreises auf. Alle benötigten Utensilien sollten sich auf ihm befinden. Zu dem wäre es schön, wenn der Altar mit Blumen dekoriert wäre. Die/der PriesterIn begibt sich in die Mitte des Kreises. Sie/er dreht sich langsam während der Begrüßung aller Anwesenden einmal im Uhrzeigersinn und schaut dabei den Gästen in die Augen. „Wir haben uns heute, an diesem Ort, zu dieser Stunde, versammelt, PriesterIn hebt zur Anrufung der Göttin ihre Arme. Bei den Fürbitten blickt sie/er tief in die Augen des Brautpaares. „Oh große Göttin, segne dieses Paar und ihre Liebe zueinander. Nach einer kurzen Pause begibt sich die/der PriesterIn zum Altar und nimmt die Schale mit Salz. Sie/Er stellt sich vor das Paar. Dieses blickt in Richtung Norden. Während der Segnung hält das Paar seine Hände über die Schale. Die/der PriesterIn lässt jeweils drei Priesen Salz auf das Haupt des Paares rieseln. „Ich segne euch mit dem heiligen Element Erde. Nach einer kurzen Pause begibt sich die/der PriesterIn zum Altar und nimmt ein Räuchergefäß, in welchem eine Luft- oder Segnungsräucherung verglüht. Diese sollte zuvor von einem der Trauzeugen vorbereitet werden. Sie/Er stellt sich vor das Paar. Dieses blickt in Richtung Osten. Während der Segnung vollzieht die/der PriesterIn das anrufende Luftpentagramm vor den sich Liebenden. „Ich segne euch mit dem heiligen Element Luft. Nach einer kurzen Pause begibt sich die/der PriesterIn zum Altar und nimmt eine bereits brennende rote Fackel. Sie/Er stellt sich vor das Paar. Dieses blickt in Richtung Süden. Während der Segnung vollzieht die/der PriesterIn das anrufende Feuerpentagramm vor den sich Liebenden. „ Ich segne euch mit dem heiligen Element Feuer. Nach einer kurzen Pause begibt sich die/der PriesterIn zum Altar und nimmt einen Kelch, der mit Salzwasser gefüllt ist. Sie/Er stellt sich vor das Paar. Dieses blickt in Richtung Westen. Während der Segnung hält das Paar seine Hände über den Kelch. Die/der PriesterIn bespritzt das Haupt des Paares jeweils dreimal mit dem Salzwasser. „Ich segne euch mit dem heiligen Element Wasser. Nach einer kurzen Pause und dem abstellen des Kelches, übergibt des Trauzeuge des Bräutigams diesen den Ring für die Braut und der Trauzeuge des Braut ihr jenes des Bräutigams. Die Ringe sollten vor beginn des Ritual gereinigt und geweiht werden. Die/der PriesterIn steht hierbei vor dem Paar. Dieses blickt in Richtung Norden. „Diese Ringe sind Symbole eurer Liebe. Anschließend stecken der Bräutigam der Braut und die Braut dem Bräutigam den Ring an. „Der Knoten ist gebunden und eure Liebe schützend umwunden.“ Die/der PriesterIn übergibt der Person, die mit dem Verlöbnis beginnt, einen Ritualkelch gefüllt mit Rotwein oder Traubensaft. Anschließend wendet sich das Paar zueinander, so dass sich beide tief in die Augen schauen können. Die beginnende Person nimmt zunächst einen Schluck aus dem Kelch und spricht anschließen ihr Verlöbnis. Nachdem diese ihr Versprechen beendet hat, hält sie dem Partner den Kelch an die Lippen, der einen Schluck daraus trinkt. Der Partner nimmt hiernach den Kelch, hält ihn sich kurz vor den Bauch und nimmt erneut einen Schluck. Anschließend beginnt diese Person mit seinem Schwur. Nach Beendigung des Schwures hält diese dem Partner, der zuerst sein Gelöbnis abgelegt hat, den Kelch an die Lippen. Dieser nimmt erneut einen Schluck zu sich. Anschließend wird der Kelch der/dem PriesterIn übergeben. Es darf hierbei auch gerne geweint werden! ;-) „Mit dem Segen der dreifaltigen Einen und des Gehörnten Das Paar darf sich nun gerne Küssen. Anschließend erhält das Paar zunächst von der/dem PriesterIn und den Trauzeugen seine Glückwünsche. Nach dieser Prozedur kann das Paar im Uhrzeigersinn den Kreis abschreiten und die Wünsche der Gäste entgegennehmen. Zum Schluss kehrt das Paar zurück in die Kreismitte. Die Trauzeugen halten den Besen, über welches das Paar springt oder Schreitet.
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